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Arbeiten oder Leben?

Aktualisiert: 25. Apr 2019

Warum entweder ... oder!



"Spätabends sass ein einzelner Mann in dem Ladenbüro, sein riessiger Apple-Monitor die einzige Lichtquelle, und plötzlich war ich mir sicher, dass dieses Bild in hundert Jahren einmal genauso stellvertretend für die Sphäre der 'Arbeit' stehen würde wie heute die Schwarz-Weiss-Aufnahme eines schmutzigen Bergmanns vor dem Förderkorb seiner Grube." (Andreas Bernard)


Warum nur stellen wir uns so oft das Ultimatum "Arbeiten oder Leben"? Geht nicht beides auf's Mal?

Wenn wir es schaffen würden, mehr von dem zu integrieren, was wir gut können und gerne tun und worin wir einen Sinn sehen, dann wäre #Arbeit ja gelungene Lebenszeit für uns. Die #Digitalisierung spielt uns dabei sogar noch in die Hände, indem stupide, routinierte Arbeiten zunehmend durch Algorithmen und Computer übernommen werden könnten. Und wir? Wir hätten dafür endlich mal das, was uns so oft fehlt: #ZEIT. Denn in unserer (westlichen) Gesellschaft ist oft nicht Geld der Flaschenhals für erfülltes Leben, sondern vielmehr Zeit. Wie oft höre ich "... ich würde so gern dies und jenes machen, wenn ich nur mehr Zeit hätte". Und manch einer kommt erst gar nicht auf Ideen, was er mit seinem Leben schönes & sinnvolles anstellen könnte - schlicht und einfach, weil ihm die Zeit zum Träumen, Visionieren, einfach-mal-Sein-und-gucken-was-aufkommt ... Zeit für den Leerlauf ... fehlt.


Sinn(er)leben ist ausserdem oft an ehrenamtliches Engagement gekoppelt - für das in der heutigen Zeit - ihr ahnt es vielleicht schon - ja, genau, vielen die ZEIT fehlt. Genau darum finde ich auch den Vorschlag einer Studentengruppe der Uni St. Gallen so charmant: "Die 80/20-Regel: Mindestens 20 Prozent der Ausbildung- und Arbeitszeit soll der ehrenamtlichen Tätigkeit zur Verfügung stehen, und zwar vom Kindergarten bis zum Ruhestand. Wir gehen davon aus, dass sich grundsätzlich viel mehr Menschen sinnvoll engagieren möchten, ihnen jedoch die Zeit dazu fehlt oder sie es sich finanziell nicht leisten können. In erster Linie sind sie damit beschäftigt, ihre Existenz langfristig abzusichern und ihre engeren Beziehungen zu pflegen. Um den bisherigen Lebensstandard der Menschen beizubehalten, wird in unserem Modell bei einem 80-Prozent-Pensum weiterhin der volle Lohn ausbezahlt. Die solidarische Tätigkeit, also die 20 Prozent, werden vom Staat über Steuergelder an den Arbeitgeber als Ausgleich gezahlt. Solange die Grundproblematik existiert, dass eher Menschen mit höherer Bildung und stärkerer finanziellen Stabilität es sich leisten können, sich stärker für eine Freiwilligentätigkeit zu engagieren, ist von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gefordert, allen Menschen gerechte Chancen zu ermöglichen, etwas Gutes für unsere Gemeinschaft zu tun. Unternehmen gewinnen hier in zweierlei Hinsicht: Einerseits profitieren sie von staatlichen Subventionen, andererseits ist zu erwarten, dass bei einem 80-Prozent-Pensum die Produktivität nicht ab-, sondern sogar zunehmen wird, weil Arbeitnehmende zufriedener und gesünder sind. Die 80/20-Utopie vereinigt viele sinnvolle Aspekte in einem Konzept: Erstens ist es ein Moment der Sinngebung, da das soziale Engagement neben die eigentliche Erwerbsarbeit bzw. Ausbildung tritt und deren etwaige Bullshit-Elemente kompensiert. Zweitens ist sie eine effektive Massnahme gegen Vereinzelung, Atomisierung und Filterblasenexistenz und schafft Ansatzpunkte für Vergemeinschaftungen und sozialen Zusammenhalt. Drittens ist sie ein Training in Empathie und Perspektivenübernahme und stärkt damit die persönlichen Fähigkeiten. Viertens vermittelt sie das Gefühl von Selbstwirksamkeit und wird als positiv erlebt. Fünftens trägt sie zur gesellschaftlichen Wertschöpfung bei. Sechstens verändert sie das gesellschaftliche Klima und damit die individuellen Orientierungen, die in der Wir-ich-Balance stärker auf das Wir gelegt werden. "

(Auszug aus dem Buch "Alles könnte anders sein - eine #Gesellschaftsutopie für freie Menschen von #HaraldWelzer, druckfrisch erschienen bei S. Fischer im Feb 2019)


Und solang die Politik noch nicht so weit ist mit Subventionierungen, die das #Gemeinwohl der Gesellschaft im Blick haben, könnten wir bei den Unternehmen doch schonmal damit anfangen - gelebte #CorporateSocialResponsability durch Freistellung von Mitarbeitenden für soziales Engagement, aktive Mitarbeit bei Nachhaltigkeits-Projekten, Sabbaticals für gemeinwohlorientierte Auszeiten... die Mitarbeiter werden's euch danken - in Form von Motivation, Zufriedenheit und Gesundheit.


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