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Heldin des Alltags: Nicole Borho

[ Heldinnen-Porträt November 2020 ]

[ Herz und Kopf hinter karo-dachs.de I Interview am 13.10.2020 ]



Heldinnen-Affirmation:


Mut zum Flop!

Lauf mutig los, probiere Dinge aus, die dich interessieren und guck, was passiert. Und wenn’s floppt, dann sieh es als Impuls, ziehe das raus, was du davon als positive Lernerfahrung mitnehmen kannst … und ändere einfach die Richtung.


Nicole und ich haben uns im Rahmen eines Online-Kongress zum Thema «Herzbusiness» kennengelernt und festgestellt, dass wir so einiges teilen – von gemeinsamen Leidenschaften wie Schreiben, Vielseitiges Tun und Orientierung an Nachhaltigkeitsideen bis hin zum Tätig sein in einem Business, das direkt aus dem eigenen Herzen heraus gespeist wird.


Nicole, nachdem wir durch das Thema Herzbusiness miteinander in Kontakt gekommen sind, erklär doch bitte kurz in ein paar Worten, worin dein Herzbusiness besteht:

Ich möchte Menschen mit meinen handgenähten Aromakissen berühren, ihnen damit etwas Gutes tun und ein Stück Geborgenheit schenken. Mich trifft es jedes Mal ins Herz, wenn ich die Rückmeldung von Leuten bekomme, dass ihr Kissen für sie eine Art Schatz geworden ist. Für mich sind die Kissen daher auch kleine, individuell gestaltete Herzöffner. Karo-Dachs heisst mein Herzbusiness, weil ich zum einen ganz viele Karohemden/Stoffe verarbeite. Zum anderen ist der Dachs ein zentrales Tier auf meinen Grundlagenstoffen … und noch dazu mein Lieblingstier.

Spannend finde ich, dass du angefangen hast zu erzählen, was dich motiviert, weshalb du Aromakissen gestaltest – statt ausführlich über deine Produkte zu erzählen. Das scheint also wirklich aus deinem Inneren zu kommen.

Hast du das schon immer gemacht – oder wie kam es dazu?

Nein, ehrlich gesagt war das anders geplant. Nach meiner Mutter-Auszeit war ich schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer beruflichen Tätigkeit, die mich reizt und wirklich erfüllt, habe viel ausprobiert, verschiedene Kurse gemacht und wollte mir eigentlich im Coachingbereich ein Standbein aufbauen. Dafür habe ich einen Test-Kurs konzipiert mit dem Titel «Suche-Finde-Lebe-deine*Träume*». Ich hatte die Idee, den Teilnehmenden als Give-Away ein Wunschkissen mitzugeben, bei dem sie ihren Wunschzettel in einer auf dem Kissen angefertigten Tasche mit sich nehmen und somit quasi manifestieren können. Der Kurs hat stattgefunden – mit den Kissen als Give-Away. Nachdem ich aber bis dahin keine grossen Erfahrungen im Nähen hatte, mich erst mühsam in die Grundlagen einarbeiten musste und noch dazu kein richtiges Handwerkzeug genutzt habe, war ich so frustriert darüber, dass ich den Gedanken ans Nähen erstmal wieder gründlich verworfen habe.


[ unverhofft kommt oft ] Und dann stand wenige Zeit später Weihnachten vor der Tür … kurz davor hatte mein Mann jede Menge Hemden aus seinem Kleiderschrank aussortiert mit tollen und noch gut erhaltenen Stoffen, die viel zu schade zum Wegwerfen waren, wie ich fand. Ausserdem hat es mich schon ein wenig gefuchst, dass das mit dem Nähen nicht so geklappt hat und wollte es einfach nochmal ausprobieren. So habe ich auf Weihnachten hin kleine Lavendel-Aromakissen zum Verschenken für mein persönliches Umfeld genäht und darauf die Tiere des Waldes appliziert. Und die haben eingeschlagen wie eine Bombe. Ich war selber ganz überrascht davon, was die Kissen bei anderen ausgelöst haben und so wollte ich dem nachgehen, warum diese Kissen Menschen so berühren.


[ ganz unerwartet das eigenen Herzensbusiness verwirklicht ] Weil ich so viele positive und bewegende Rückmeldungen zu den Kissen erhalten habe, habe ich dann einfach rumprobiert … neue Kissen entworfen … … eigens Herzensgedichte für jedes Kissen verfasst und mitgeschickt … angefangen individuelle Produktbegleitkarten mit Aquarellen für die Kissen zu malen … meine Produkte auf Märkten als Kunsthandwerk angeboten … Ausserdem kamen von aussen, von Leuten aus meinem Umfeld, neue Impulse, denen ich nachgegangen bin. Schon spannend – ich wollte durch den Coaching-Kurs eigentlich anbieten, anderen zu helfen ihre Träume zu verwirklichen und dabei finde ich plötzlich mein eigenes Herzensbusiness. Als ich aufgehört hatte zu suchen ist mir das irgendwie vor die Füsse gefallen. Und jetzt lebe ich das einfach und wenn ich in meine Nähwerkstatt komme, geht mir jedes Mal das Herz auf, dann bin ich total bei mir.

Das heisst, Nähen war für dich komplettes Neuland und vorher kein Hobby von dir?

Nein, das ist tatsächlich rein aus der Idee entstanden für den Coaching-Kurs ein Give-Away zu gestalten. Die Näh-Basics habe ich mir dann Schritt für Schritt selber beigebracht, mit Youtube-Videos, ausprobieren und üben.

Und warum treffen jetzt die Kissen deiner Meinung nach die Menschen so ins Herz?

Ich denke, dass durch meine Kissen ein Gefühl der Geborgenheit aufkommt, zum einen durch den Duft der Aromakräuter, das haptische Gefühl sich ins und ans Kissen kuscheln zu können und vermutlich auch durch auf die Kissen applizierten Krafttiere, die Bilder und positive Assoziationen in uns auslösen. Das spricht wohl das innere Kind in uns an.

Gegenfrage: Warum trifft dich diese Tätigkeit so ins Herz?

Zum einen kann ich dabei sehr viele Facetten meiner Persönlichkeit ausleben und viele Dinge integrieren, die mir Freude machen: So kann ich meine kreative Ader beim Kissen-Designen, Aquarell malen und Gedichttexte wie Blog-Schreiben ausleben. Es reizt mich Sachen zu vermarkten und macht mir Spass Menschen individuell zu beraten. Ausserdem ist Bewegung drin, in dem was ich tue – aus neuen Impulsen, die mir kommen oder die von aussen an mich herangetragen werden, darf Neues entstehen und sich damit alles auch stetig weiterentwickeln. Zum anderen ist es schlichtweg eine Tätigkeit, in der ich Sinn sehe, mit der ich Menschen berühren kann, ihnen etwas Schönes in die Hand und etwas Wohltuendes für ihre Seele geben darf. Das ist sehr erfüllend.

Das klingt jetzt nach eitel Sonnenschein. Mal ganz ehrlich … ist diese Tätigkeit jetzt ein einziger Wolkenflug oder sind da nicht das ein oder andere Mal auch Stolpersteine, Hürden und Zweifel mit im Gepäck?

Durchaus. Das fing ja schon mit den ersten Prototypen-Kissen für den Coaching-Kurs an, die ich mit Ach und Krach und mit viel Frustrationsmomenten beim Erstellen hingekriegt habe. Wäre da nicht Weihnachten und der Wunsch nach Wiederverwendung der aussortierten Hemden meines Mannes gewesen, ich hätte die Nähmaschine wohl erstmal im Eck stehen und verstauben lassen. Durch die ermutigenden Rückmeldungen der Weihnachtskissen, vor allem von meiner Schwester, die mich darin bestärkt hat, die Idee mit den Aromafüllungen weiter zu verfolgen und auszubauen, habe ich dann aber Mut gefasst es einfach weiter auszuprobieren.


[ Schritt für Schritt besser werden ] Noch so ein Stolperstein waren im ersten Moment die (Handwerks-)Märkte – hoch motiviert und voller Elan habe ich meinen Marktstand aufgebaut … und bin die ersten Male dann sehr frustriert nachhause gegangen, weil ich kein einziges Produkt verkauft hatte. Auch hier war mir mein persönliches Netzwerk eine grosse Stütze; denn dank der Rückmeldungen und der gemeinsamen Suche nach Lösungen habe ich meinen Marktauftritt Schritt für Schritt angepasst, mal die Kissen anders positioniert, mal Bilder am Stand aufgehängt, mal einen Werbebanner angebracht… und so peu à peu mein Angebot und meine Präsentation verbessert.


[ die Baustellen werden bleiben – wie spannend ] Gerade in der Anfangszeit war es schwer für mich dranzubleiben und den Glauben nicht zu verlieren, dass mein Angebot Potential hat. Ich habe immer wieder (innerlich) mit mir kämpfen müssen, die Flinte nicht ins Korn zu werfen. In diesen Momenten hat es mir geholfen, mir bewusst zu machen, wofür ich das tue, was meine Motivation dahinter ist. Und ich bin mir durchaus bewusst, dass auf dem kommenden Weg immer wieder neue Baustellen und Stolpersteine auftreten (werden). Aber genau das finde ich auch wieder spannend, weil es dadurch Raum für Bewegung und Entwicklung gibt. Baustellen bieten mir nämlich gleichzeitig die Chance, neue Herausforderungen zu meistern und mir andere Fähigkeiten anzueignen, mit denen ich vorher nichts am Hut hatte.

Das klingt nach «einfach mal loslaufen». Wenn du anderen Heldinnen da draussen jetzt einen Tipp mit auf ihre eigene Heldinnen-Reise geben könntest, wäre es dieser oder was anderes?

Genau -> Lauf mutig los und guck, was passiert. Ich kann aus eigener Erfahrung nur empfehlen, sich was zu trauen, einfach Dinge auszuprobieren, die einen wirklich interessieren, Fehler zu machen, daraus zu lernen und wirklich keine Angst vor dem Scheitern zu haben - wenn es so was wie Fehler und Scheitern überhaupt gibt. Denn erst wenn du anfängst, dich zu bewegen und zu trauen, kreierst du überhaupt Erfahrungen, aus denen du lernen kannst. Ein sogenannter Flop beinhaltet bei genauem Hinschauen immer ein Geschenk, das du sehen darfst. Wichtig ist einfach sich bei jedem Step (ob Top oder Flop) zu fragen: «Was kann ich daraus ziehen? Was war positiv daran?» Das öffnet den Blick auf neue Lösungen.


[ der Weg entsteht beim Gehen ] Gerade, wenn jemand ganz am Anfang steht, ist es wichtig einfach mal anzufangen und Dinge auszuprobieren, die einen reizen. Das zu finden, was dein Herz erfüllt, wirst du erst dann finden, wenn du den Mut aufbringst, dich auf die Suche zu begeben. Die Richtung kannst du dann immer noch während des Unterwegs-Seins anpassen.


[ mal dir dein Lebensbild ] Für mich ist der Findungsprozess ähnlich wie beim Malen … du fängst mal mit der Farbe blau an, dann mischt du etwas rot dazu, dann gelb und vielleicht noch einen Tupfer Grün -> viele kleine Farb-Bausteine, aus denen dann ein Bild entsteht. Und wenn du das Gefühl hast, dass es nicht mehr passt, dann kannst du es beliebig erweitern, verändern, um malen - so wie du in deinem Leben auch immer die Richtung ändern kannst, wenn du das Gefühl hast, dass das aktuelle Bild nicht (mehr) stimmig für dich ist.

Merci, liebe Nicole für diesen wertvollen Tipp und das Gespräch!


P.S.: Für diejenigen unter euch, die ganz gespannt darauf sind, wie Nicole’s Herzensöffner denn nun aussehen, hier zwei Impressionen:













#lebelavieencouleurs

Happiness Training, Achtsamkeit, Naturverbindung, Wohlbefinden, Glück, Wald, Waldbaden, Flow, Design Thinking, Outdoor, Natur, Zufrieden, Sinn, Purpose, Why, Simon Sinek, 8050 Zürich

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