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Work Flex - aber bitte mit WIR-Gefühl

Aktualisiert: 5. Sept 2019

Einblicke & Impulse vom Flagship-Event der #WorkSmartInitiative am 27.08.2019

Quelle: Work Smart Initative - Brigitte Marti

Wie vielseitig der Work Smart Event 2019 war, zeigt das obige farbenfrohe Graphic Recording des Flagshipevents von Michèle Rousselot (Post). Der Event stand dieses Jahr unter dem Motto: "Flex versus Smart" - sprich: wie gelingt es uns, nicht nur (zeitlich und räumlich) flexibel zu arbeiten, sondern gleichzeitig auch smart:

Die einen plädieren für die Möglichkeit Home Office, andere kämpfen dafür, sich überhaupt noch zu sehen. Die einen Unternehmen führen mobile Devices und agile Arbeitsmethoden ein, und andere merken, dass sie trotz offenen Bürozeiten und interdisziplinären Projektteams weder zufriedene Mitarbeitende noch effizientere Abläufe oder innovativere Ideen haben.

Für die, die schon flexibel arbeiten, sicher keine neue Erkenntnis: Flex Work bringt nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen mit sich. Beides wurde am Event vom 27. August 2019 thematisiert und diskutiert.

Die Kunst von #WorkSmart ist es also, sowohl unsere eigene Life-Balance zu wahren und Flex Work nicht mit rund um die Uhr arbeiten und ständiger Erreichbarkeit zu verwechseln. Gleichzeitig bedeutet Work Smart aber auch, das Team & die Bedürfnisse der anderen KollegInnen im Blick zu haben und einen für alle stimmigen gemeinsamen Nenner zu finden.


Dass sich dies nicht von ganz allein einstellt, ist wohl jedem/r bewusst. Dennoch scheint es in der Arbeitsrealität oft an Transparenz, Absprachen und bewusster Kommunikation zu eben diesen Themen zu mangeln. Und allzu oft wird vergessen, dass dabei Kompetenzen gefragt sind, die vielleicht bisher noch nicht genutzt wurden und daher gezielt aufgebaut und trainiert werden sollten.

Soviel ist klar: Das eine Patent-Rezept für DAS Work Smart gibt es nicht. Da muss jedes Unternehmen-jede Organisation ihre eigene Art und Weise finden. Denn so wie jeder Mitarbeitender eine eigene Persona für sich ist, mit individuellen Bedürfnissen, Wünschen und Fähigkeiten - so ist auch jedes Unternehmen-jede Organisation eine eigene Persona, für die es eine eigene Work Smart-Kultur zu finden bzw. entwickeln gilt. Wohlgemerkt eine, in der sich möglichst viele Mitarbeitenden wiederfinden.


Bei mir persönlich ist eine Message besonders hängengeblieben - und zwar die von Dr. phil. Theo Wehner, em. Prof. der ETH Zürich. Er betonte in seinem Vortrag, wie wichtig es sei, zu einer geteilten, sozialen Identität zu finden. In anderen Worten: wir täten gut daran, ein (progressives) #WIRGefühl zu entwickeln. Theo Wehner formuliert dies folgendermassen:

Das individuelle Selbst hat im selben Maß eine Aufwertung erfahren, wie bestimmte gemeinschaftsbildende Normen und Werte an Orientierungskraft in der (neoliberalen) Leistungsgesellschaft verloren haben.

Der unangefochtene Trend zur Individualisierung in unserer Gesellschaft führt nicht selten zu kontraproduktivem Selbstoptimierungsdruck und steht der Entwicklung einer gemeinschaftlichen Identität so oftmals im Wege. Ist also "Meine Flexibilität - eine Einschränkung für andere?" (Titel des Vortrags von #TheoWehner).

Wenn ich nur darauf schaue, wie ich bei Flex Work meine persönliche Life-Balance am Besten koordiniert bekomme, dann ja!

Wenn ich allerdings neben meinen individuellen Bedürfnissen & Wünschen auch das Team, Zeiten für Austausch & Miteinander sowie die Pflege eines WIR-(Gemeinschafts-)Gefühls in mein Flex-Work-Modell integriere, dann ist es das, was ich als Work Smart bezeichnen würde.


Dieses WIR-GEfühl ist laut Theo Wehner dann gegeben, wenn ich mich als Mitglied einer Gruppe sehe, gern Teil davon bin, meine Gruppe von anderen positiv bewertet wird und/oder ich mich für mein Team über das notwendige Mass hinaus engagiere. Dass sich ein solches WIR-Gefühl essentiell (positiv) auf Glück & Wohlbefinden auswirkt, schiebt er grade hinterher:

Praktisch bedeutet das: der Schlüssel für unser Wohlbefinden liegt darin, Gruppen so zu stärken, dass sie geteilte Identitäten entwickeln und sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen.

Ja, da stimme ich voll und ganz zu. Individualisiert und alleine glücklich werden mag funktionieren. Die Studienergebnisse aus Positiver Psychologie/Happiness Training zeigen jedoch, dass ein herausstechendes Merkmal besonders glücklicher Menschen ist, dass sie erfüllte, soziale Beziehungen haben und in ein stärkendes, soziales Netzwerk eingebunden sind. Besonders glückliche Menschen sind also auch gerade wegen und mit ihren Mitmenschen glücklich. Wieso sollte das im Job anders sein als im privaten Umfeld.


Genauso wie im Privaten, so brauchen sozialen Beziehungen unter anderem eines - Zeit. Zeit, um sie zu pflegen, um sich auszutauschen, Zeit miteinander Dinge zu erleben & gemeinsame schöne Momente zu schaffen. Wie oft jedoch hetzen wir von Meeting zu Meeting, klären Fragen & Verantwortlichkeiten miteinander oder tauschen uns nur zu projektbasierten & organisatorischen Dingen aus? Und bezeichnen das dann als "gemeinsame Präsenzzeit" vor Ort. Eine geteilte, soziale Identität entsteht daraus wohl kaum.


Mein ganz persönlicher Work Smart Tipp daher:

Der > Art of Emptiness < frönen

Immer mal wieder Zeiten für sich selber & im Team einplanen, in denen bewusst NICHTS geplant ist: Keine Meetings, keine Projektarbeit, keine ToDo‘s. So bleibt neben Zeit für einen Kaffee mit TeamkollegInnen & für informellen Austausch (was soziale Identität und WIR-Gefühl fördert) auch Frei-Raum für Kreativität und Luft, Neues zu erdenken und entstehen zu lassen.

Diesen und weitere Work Smart-Tipps findet ihr auf der Webseite der Work-Smart-Initiative unter Smart arbeiten > #weworksmart

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Einen Rückblick und vertiefteren Einblick - auch zu den anderen Inputs des Work Smart Events und den anderen Veranstaltungen der #worksmartweek - findet ihr in diesem Artikel.


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